17.04.15

Wir bloggen uns um die Welt ... | Rezept für Süßkartoffel-Dessert im Mont Blanc-Style

Packt Euch mitunter das Fernweh genauso wie mich? Habt Ihr Sehnsucht nach weißen Sandstränden, aufregenden Metropolen und einem Gang durch verwunschene Gassen, aus jeder Küche einen anderen Geruch in der Nase? Na, dann seid Ihr heute bei mir richtig. Seit Wochen sind einige liebe Blogger nämlich auf kulinarischer Entdeckungsreise auf der ganzen Welt und präsentieren Euch Leckereien von Fernost bis Australien (aus Israel gab es schon süße Tahini-Plätzchen, Andrea brachte uns einen tollen Maple-Walnut-Cheesecake aus Kanada mit oder Mia philippinische Bratnudeln - sooo lecker alles). Mit mir geht es heute nach Japan. Mein Mann und ich waren dort bei einem Stopover und verbrachten ein paar Tage wie auf einem anderen Stern. Das kann man wirklich so sagen. Japan, die Menschen dort, die Kultur und Gebräuche - alles ist für einen Europäer sehr fremd. 
Was als erstes auffällt: überall gibt es niedliche Comicfiguren, die das gesamte Leben durchziehen: die Anleitung am Flughafen, keine Drogen im Gepäck zu transportieren: bebildert mit einem lächelnden Comichund, die Pfeiler einer Straßenabsperrung: pinke Flamingos, der Colaautomat: überzogen mit grinsenden Katzen und überall total putzige Plüschtiere. Es gibt sogar einen Begriff für diese "Niedlichkeiten": kawaii. Hach, toll. Ich hätte beinahe jedes Schild fotografieren können.
Wir besuchten während unseres Aufenthalts in erster Linie Tempelanlagen in Kyoto und Osaka und ließen uns durch das Nachtleben treiben. Das war eindrucksvoll und irgendwie auch sehr überwältigend. Besonders die riesigen "Spielhöllen" mit einem Spielautomat neben dem anderen erstaunten uns. Und wie hübsch und elegant junge Japaner gekleidet sind. Frauen trugen superhohe Highheels und schicke Röcke, Männer häufig lange Haare und Seitenscheitel - wir kamen uns manchmal vor wie in einem Manga (die werden im übrigen überall und von jedem gelesen, sie sind keineswegs nur Lektüre für Jugendliche). Kulinarisch blieb uns besonders der "Hot Pot" in Erinnerung, eine Art Brühe in der man direkt am Tisch sein Essen zubereitet - superlecker. Damit Ihr auch ein wenig ostasiatischen Flair auf Euren Esstisch zaubern könnt, bringe ich Euch einen klassischen Nachtisch mit. Desserts im Stil des Mont Blanc sind beliebt und Kuchen in Form eines steilen Berges werden in vielen Konditoreien verkauft. Meine Variante habe ich aus Süßkartoffeln nach einem Rezept aus dem Buch Harumis japanische Küche* von Dorling Kindersley gemacht. 

Süßkartoffel-Dessert im Mont Blanc-Style


Zutaten (für 4 Personen)
300 g Süßkartoffeln
3 EL Zucker
1 EL Butter
1 Eigelb, verquirlt
60 g Sahne
1 TL Mirin (süßer Reiswein)
gemahlener Zimt 
Zubereitung

Den Backofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen. Süßkartoffeln schälen, in Stücke schneiden und im Backofen etwa 40 Minuten backen, bis sie gar sind. Die Kartoffeln nun in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken (falls manche Stellen dunkel geworden sind, diese entfernen). Zucker, Butter und die Hälfte des Eigelbs dazugeben und gut verrühren. Abkühlen lassen. In einer anderen Schüssel die Sahne steif schlagen und unter das Püree heben (3 EL zur Dekoration aufheben). Dieses sollte nun relativ fest sein (mir ist das nicht so gut gelungen, deshalb fehlt meinem Dessert ein wenig die Optik des "Berges, hihi). Aus der Masse mit nassen Händen 8 eiförmige Portionen formen und auf ein Backblech setzen. Restliches Eigelb und Mirin verquirlen und jede Portion damit glasieren. Die kleinen Berge werden nun mit der Grillfunktion am Backofen goldbraun gebacken. Abkühlen lassen. Zum Servieren je zwei oder drei Portionen in eine Schüssel geben, mit etwas Sahne dekorieren und mit Zimt bestreuen.
Das Dessert ist einmal etwas ganz anderes (und optisch auch nicht soo der Hit), schmeckt aber superlecker und entführt Euch in das Land der aufgehenden Sonne. Mein Mann und ich haben uns fest vorgenommen, für eine längere Zeit nach Japan zu reisen zur Zeit der Kirschblüte. Das muss wunderbar sein. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und Lust hat auf noch mehr kulinarische Entdeckungen aus aller Welt, der schaut doch gerne bei Sandras Tortenträumereien vorbei, mit Ihr geht die Reise weiter. Und nun verabschiede ich mich mit: Oyasumi nasai!


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9 Kommentare:

  1. Das Rezept klingt spannend. Süßkartoffel als Nachspeise? Ist mal was anderes.
    Ich mag die japanische Küche (damit meine ich nicht nur Sushi) sehr gerne. Leider fährt man zum nächsten Restaurant von uns aus so lange... Die Bilder sind toll, ich kann mir gut vorstellen dass die Eindrücke dort toll und inspirierend sind. Hab ein schönes Wochenende!

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    1. Ach, das ist ja doof mit der Entfernung. Wir haben in Düsseldorf schrecklich viel Glück, weil es so viele japanische Restaurants in Reichweite gibt. Kommt ihr mich mal besuchen, dann schlemmen wir uns durch die Gassen :-)

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  2. Oh das klingt ja spannend! :)
    Das merk ich mir unbedingt! Vielen Dank für die Inspiration!
    Gruß und schönen Start ins Wochenende,
    scrapkat

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  3. Wow, was für eine tolle Idee, liebe Daniela. Süßkartoffel im Dessert kannte ich in der Tat noch nicht aber im Kuchen, von daher kann ich mir auch das sehr gut vorstellen. Vielen Dank für diese kurze Auszeit in Fernost. Es ist immer wieder schön diese Eindrücke durch unsere Entdeckungsreise aufsaugen zu können. :)
    Liebste Wochenendgrüße
    Sarah

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  4. Hallo!

    Also, ich kenne ja keine Rezepte für Desserts, Kuchen o.ä., die Süßkartoffel als Zutat haben! Dabei esse ich sie total gerne!
    Klingt wirklich spannend dein Rezept und hat für mich auch viel Potential zum Soulfood!

    Alles Liebe
    Viktoria

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  5. Liebe Daniela,
    hach, die Bilder wecken bei mir gerade direkt Fernweh. Es sieht ganz so aus, als ob ihr eine gigantische Zeit in Japan gehabt hättet. Wie lustig, dass viele Japaner auch im echten Leben wie aus einem Manga entsprungen aussahen :D Und der kleine Junge auf dem letzten Foto. Peace macht er schon wie die Großen ;) Das Süßkartoffel-Dessert klingt auf jeden Fall super ungewöhnlich und lecker :)
    Ganz liebe Grüße zu dir, Mia

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  6. Wow, das ist ja mal was neues! Ich liebe Süßkartoffeln, aber so hab ich die noch nie gesehen oder gegessen. Das sieht richtig lecker aus. :)

    Lieben Gruß
    Anita

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  7. Das ist ja echt außergewöhnlich. Ich liebe Süßkartoffeln und stelle mir das richtig lecker vor. Wird gleich mal gespeichert ;o)

    Liebe Grüße,
    Daniela

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