14.05.17

Blätterteigstangen mit Sesam, Käse oder Olivenpesto: einfaches Fingerfood

Für einen gemütlichen Fernsehabend oder eine Filmnacht mit Freunden backe ich gerne verschiedene Blätterteigstangen. Sie sind der perfekte Snack, weil sie gut vorzubereiten und schnell gemacht sind und wirklich jedem gelingen. Zusammen mit einem Gläschen Champagner oder Sekt (hicks) könnt Ihr Euch so eine herrliche Zeit machen. Ich darf  wegen meines Stillbabys aktuell ja noch nicht, deshalb trinkt Ihr doch einen für mich mit.


Blätterteigstangen mit dreierlei Füllung


Zutaten (für 4 - 6 Personen)
3 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal (zimmerwarm)
1 Ei
1 EL Milch
dunkle und helle Sesamkörner
100 g Schmand
150 Reibekäse
40 g Pinienkerne
60 g schwarze Oliven (ohne Kern)
40 ml Olivenöl
30 g Parmesan
3 Stängel Rosmarin
Meersalz
Zubereitung

Für die Sesamstangen eine Rolle Blätterteig ausrollen und mit dem Papier aufs Backblech legen. Achtet beim Kauf darauf, dass Ihr Blätterteig nehmt, der schon viereckig in Form geschnitten ist und mit Backpapier eingerollt wird, dann spart Ihr Euch Arbeit. Das Ei mit der Milch verquirlen. Die untere Hälfte des Blätterteigs mit der Ei-Mischung bestreichen, die obere Hälfte darauf klappen und festdrücken. Mit einem Teigrad in etwa 3 cm breite Streifen schneiden und jeden Streifen in sich etwas eindrehen. Auf ein mit dem Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit der Ei-Milch-Mischung bepinseln und einige Sesamkörner darauf streuen.
Für die Blätterteigstangen mit Käse rollt Ihr eine weitere Platte Blätterteig aus, bestreicht die untere Hälfte mit Schmand, bestreut sie mit etwas Käse und klappt die obere Hälfte darauf. Auch hier den Teig in Streifen schneiden, diese in sich etwas drehen und mit Käse bestreuen. Auf das Backblech legen.
Meine Lieblingsvariante der Blätterteigstangen wird mit Olivenpesto gemacht. Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne anrösten, dass sie zu duften beginnen, etwas abkühlen lassen. Oliven, Öl, Parmesan und die Pinienkerne in eine Schüssel geben und mit einem Stabmixer fein pürieren, dass eine sämige Paste entsteht. Die untere Hälfte des letzten Blätterteigs damit einstreichen, die obere Hälfte darauf klappen und in Streifen schneiden. Diese etwas in sich drehen, auf das Backblech setzen und mit etwas Meersalz bestreuen. Alle Varianten der Blätterteigstangen können zusammen gebacken werden, das spart Zeit und ist praktisch. Sie kommen bei 180 Grad (Umluft) in den vorgeheizten Backofen und werden etwa 15 Minuten gebacken, bis sie goldgelb sind.


In unseren Gläsern: Champagne Pommery Pink Pop Rosé
Mein Teigrad: WMF*
Mein Stabmixer: Stabmixer von Philips*



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13.05.17

Apfelkuchen mit Streuseln: perfekt für viele Gäste

Wenn man wir viele Gäste erwarten, bereite ich gerne einen Blechkuchen zu. Der ist meistens schnell gemacht, sehr variantenreich und ergiebig, so dass viele Gäste satt und hoffentlich glücklich werden. Ein Favorit ist dieser Aprikosenkuchen, nun habe ich mich an einer Version versucht ohne raffinierten Zucker und Weizenmehl. Gerade wenn man Zucker "sparen" möchte, kann man einen Teil davon durch Apfelmus ersetzen. Das klappt gut bei Plätzchen, oder aber auch bei diesem Blechkuchen. Lasst Euch überraschen.



Apfelkuchen mit Streuseln 


Zutaten (für ein Obstkuchenblech)
300 g Dinkelvollkornmehl
300 g Butter 
450 g Apfelmus
200 g Kokosblütenzucker*
1 Ei
6 Äpfel
275 g Dinkelmehl
1 TL Zimt

Zubereitung

Für den Rührteig das Dinkelvollkornmehl, 100 g Butter und 100 g Apfelmus, 100 g Zucker und ein Ei in eine Schüssel geben und verrühren. Diesen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben (mein Obstkuchenblech ist 36 x 25 cm groß) glatt streichen. Die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Schnitze schneiden, in einer Schüssel mit dem restlichen Apfelmus vermengen. Die Masse auf den Teig streichen. Für die Streusel die Butter in einem Topf schmelzen, mit dem Dinkelmehl, dem restlichen Zucker und dem Zimt vermengen. Mit der Hand zu Streuseln verkneten und dann auf den Kuchen geben. Diesen bei 175 Grad (Heißluft) im vorgeheizten Backofen etwa 45 Minuten backen, bis er gar ist. Wer mag, serviert den Kuchen mit einem Klecks Sahne, dann ist er rundum gelungen.

10.05.17

Bratreis mit Zuckererbsen, Möhren und Sesam

Inspiriert durch die liebe Mia habe ich vor kurzem Bratreis in verschiedenen Varianten für mich entdeckt. Kennt ihr das Gericht? Es ist herrlich schnell zubereitet, man kann gut Reste vom Vortag verwenden oder es immer wieder variieren und gesund und leicht ist es auch noch.


Bratreis mit Zuckererbsen, Möhren und Sesam


Zutaten (für 2 Personen)
200 g Reis (roh)
2 Eier
Sojasauce
20 Zuckererbsen
2 Möhren
dunklen Sesam
Salz
Pfeffer
Zubereitung

Den Reis nach Packungsanleitung kochen. Ich koche immer eine doppelte Portion Reis am Wochenende, dann kann ich den Bratreis schnell auch unter der Woche zubereiten. Die Eier aufschlagen und verquirlen. Den Reis in einen Wok geben und einige Minuten von allen Seiten goldgelb anbraten, dann das Ei darunter rühren und stocken lassen, einen Schuss Sojasauce dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. (Ich habe diesen tollen Wok von Silit*, ihr könnt aber für den Bratreis auch eine beschichtete Pfanne nehmen. Dann bratet ihr zuerst den Reis, stellt ihn warm und bereitet dann das Gemüse zu.) In der Zwischenzeit die Zuckererbsen waschen und in Würfel schneiden, die Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Den Reis beiseite schieben und das Gemüse kurz andünsten. Es darf ruhig noch etwas knackig sein. Bratreis und Gemüse anrichten und mit etwas Sesam bestreuen. Wer mag, gibt noch einige Sojasprossen auf sein Gericht. Fertig ist ein tolles Hauptgericht in weniger als 15 Minuten.


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06.05.17

Birnentarte: lecker, gesund und ohne Reue

Von dieser Tarte kann man mehr als ein Stück essen, denn sie kommt ganz ohne raffinierten Zucker oder Weißmehl aus. Die Rezeptidee gefunden habe ich in dem neuen Buch von Veronika Pachala, das ich hier für Euch rezensiert habe. Die Tarte ist schnell gemacht und lässt sich wunderbar auch mit anderen Obstsorten zubereiten.

Birnentarte mit Zimt


Zutaten (für eine Form mit 24cm Ø)
120 g Dinkelmehl
100 g gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
3 EL leicht erwärmtes Kokosöl*
3 EL Ahornsirup
4 Birnen
3 EL Zitronensaft
ganz viel Zimtpulver

Zubereitung

Für den Tarteboden alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem flüssigen Kokosöl, dem Ahornsirup und etwa 2 EL Wasser vermengen und mit der Hand zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell ist der Teig etwas brüchig, dann mehr Wasser dazu geben. Die Tarteform (ich habe eine Form mit Hebeboden*) leicht mit etwas Öl einpinseln, den Teig ausrollen und in die Form legen, an den Seiten andrücken. Die Konsistenz des Teiges war "schwieriger" zu handhaben als bei einem herkömmlichen Knetteig, aber mit Geduld ging es. Die Tarte nun bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) im vorgeheizten Backofen etwa 8 bis 10 Minuten backen, bis der Teig goldgelb gebräunt ist. In der Zwischenzeit die Birnen waschen, schälen, entkernen und in schmale Schnitze schneiden. Mit Zitronensaft vermengen. Den Boden aus dem Ofen nehmen und die Birnenschnitze darauf aufschichten, je enger, desto leckerer. Den Zimt darüber streuen und bei 180 Grad weitere 15 bis 20 Minuten backen, bis die Birnen gar sind.
Wir haben die Tarte kalt beim letzten Familiencafe genossen, aber ich stelle sie mir auch herrlich lecker vor, wenn sie lauwarm aus dem Ofen kommt und mit einer Kugel Eis garniert wird. Besonders meine Schwiegereltern waren angetan von diesem "gesunden" Kuchen, den wird es bei uns nun öfter geben.
Backt Ihr denn auch ab und zu eine "gesunde" Variante Eurer Backklassiker ohne raffinierten Zucker und vielleicht mit einer anderen Mehlsorte? Ich habe vor einigen Wochen begonnen, auf eine gesündere Ernährung zu achten und werde Euch auch hier bestimmt noch mehr davon berichten.

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02.05.17

Gesund backen. Kuchen, Tartes und Brot aus natürlichen Zutaten | Buchrezension

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht schon mitbekommen, dass ich aktuell - Schwangerschaftspfunde lassen grüßen - auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achte. Da ich noch stille, kann ich keine  richtige "Diät" machen, aber ich esse weniger Süßigkeiten, verzichte auf Kohlehydrate und habe mein Aktivitätslevel erhöht. Wenn mich dann doch die Lust auf etwas Süßes packt, greife ich zu gesunden Alternativen ohne raffinierten Zucker oder Weizen. Da traf es sich gut, dass ich das Buch Gesund backen* aus dem Riva Verlag entdeckte. Die Autorin ist  Veronika Pachala, die ich schon von dem wunderbaren Blog Carrots for Claire kannte.
Das Buch startet mit einem recht umfangreichen "theoretischen" Teil über Getreide und Mehle, Fette und Süßmittel, aber auch die eigene Herstellung von Pflanzenmilch oder Eialternativen sowie einigen Basiszutaten und Backtipps. Gerade wenn man sich noch recht frisch mit dem Thema gesund Backen beschäftigt, ist das sehr hilfreich. Besonders die Zusammenstellung alternativer Süßungsmittel wie Ahornsirup, Birkenzucker oder Datteln fand ich aufschlussreich.
Im folgenden unterteilen sich die Kapitel nach "Feine Kuchen und beerige Tartes", "Fantastische Torten und Tartelettes", "Allerlei Muffins, Brownies und Gebäck", "Raffinierte Waffeln, Strudel und Brote" sowie "Süßes zu Weihnachten". Grundsätzlich müssen die Rezepte in einem Buch ja irgenwie sortiert werden, deshalb macht es bestimmt Sinn, sich eine Aufteilung auszudenken, auch wenn es dann zum Thema Tartelettes nur einen Beitrag gibt (und die Schokotarte zu den Muffins gerutscht ist). Zumindest beginnt das Buch mit "einfacheren" Kuchen und kommt dann zu den "großen" Torten - das gefällt mir. Fantastischer Schokokuchen, Apfelkuchen mit Buchweizen-Crunch, Mango-und-Erdbeer-Schokotraum, Halbgefrorene Feigencremeschnitten - das klingt doch fantastisch.
Besonders gut gefallen hat mir die Rubrik zu Muffins und Kleingebäck. Mit Kindern hat man nicht so viel Bedarf an großen, üppigen Kuchen sondern braucht kleine, handliche Stückchen. Da kommen die Triple-Chocolate-Muffins, Apfel-Zimt-Minigugl oder Teff-Cookies gerade recht.
Schön ist, dass das Buch auch viele Standard-Rezepte enthält wie Waffeln, Apfelstrudel, Croissants oder Zitronenkuchen. Als ich begann, gesünder und zuckerärmer zu backen, wollte ich gerade auf meine herkömmlichen Rezepte nicht verzichten. Und selber herum zu experimentieren, das war mir zu heikel. Da trifft es sich gut, dass man in diesem Buch gesunde Alternativen zu altbekannten Rezepten findet. Mittlerweile habe ich vier Rezepte aus dem Buch nachgebacken, zum Beispiel die herrliche Birnentarte von Seite 44 (ich werde sie nach und nach verbloggen). Die eine oder andere Zutat musste ich dafür neu anschaffen (Dinkelvollkornmehl, Kokosöl, Einkornmehl, Ahornsirup, ein größerer Vorrat an Nüssen, Datteln), aber das war es mir wert.
Beinahe alle Bilder stammen von der Autorin selber, das gefällt mir gut. Sie sind vielleicht nicht ganz so gestylt wie in einer Foodzeitschrift, dafür aber authentisch und "aus dem Leben", schön. Das eine oder andere Rezept findet man auch auf dem Blog von Veronika Pachala, aber ich mag es doch gerne ein Buch in Händen zu halten und darin blättern zu können und bin sicher, dass ich noch viele Sachen nachbacken werde.
 


Buch-Fazit
Top: viele, auch einfache Rezepte, die gut geeignet sind für eine Familie
Flop:die eine oder andere (auch höherpreisige) Zutat muss man vorab besorgen, mich hat das nicht gestört
Kaufempfehlung: Jedem, der eine Alternative zu den herkömmlichen Rezepten mit raffiniertem Zucker und Weizenmehl sucht, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Die Zusammenstellung der Rezepte ist rund und gelungen, familientauglich und auch für Backanfänger umsetzbar, die Bilder machen Appetit auf mehr, es macht Spaß darin zu blättern.



* Das Buch wurde mir vom Riva Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.


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