07.12.16

Weihnachtsbäckerei | Vanille-Zimt-Plätzchen

Nachdem ich mich am letzten Wochenende aufraffen konnte, doch noch einige Plätzchen zu backen und auch zu fotografieren, möchte ich Euch doch direkt das Ergebnis meiner Mühen zeigen. Diese Vanilleplätzchen sind schnell gemacht und beinahe noch schneller dekoriert. Perfekt also für eine stressfreie Weihnachtszeit, würde ich sagen.


Vanilleplätzchen


Zutaten (für etwa 50 Stück)
200 g Mehl
1 Messerspitze Backpulver
70 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
75 g weiche Butter 
1 Ei
1 Vanilleschote, das Mark herausgekratzt 
1/2 TL Zimt
150 g Kuvertüre
Zubereitung

Das Mehl mit dem Backpulver mischen und in eine Schüssel geben. Die übrigen Zutaten hinzugeben und mit dem Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell ist es hilfreich, zum Ende hin den Teig mit den Händen zu kneten, das geht oft besser. Den Teig in zwei Portionen auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen und ausstechen. Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad (Umluft) etwa 10 bis 12 Minuten backen, bis sie goldgelb geworden sind. Auskühlen lassen. Die Kuvertüre im Wasserbad erhitzen und auf die abgekühlten Kekse sprenkeln.
Habt Ihr schon gebacken in diesem Jahr? Wer auf der Suche nach Inspiration ist, der kann gerne mal bei meinen Rezepten aus dem letzten Jahr schauen: Kokosmakronen, Schoko-Heidesand, Zimtsterne, Engelsaugen (oder auch Husarenkrapfen genannt) oder Honigplätzchen.

08.11.16

Bilder von unserem Babyshooting

Die meisten von Euch haben es bereits mitbekommen: unsere zweite Tochter Marlene ist Anfang September in Düsseldorf zur Welt gekommen. Wir könnten dankbarer und glücklicher nicht sein. Zum Backen oder Kochen komme ich derzeit nicht, aber ich melde mich mit einem anderen Lebenszeichen bei Euch, nämlich den Bildern aus unserem Baybshooting. Wie auch schon bei Helena haben wir wieder die zauberhafte Leni Moretti zu uns eingeladen und gebeten, einen Teil unseres Alltags und das neue Familienmitglied zu dokumentieren. Es ist ihr wunderbar gelungen finde ich, aber seht selber. 
Die kleine Motte war zum Zeitpunkt des Shootings gerade 3 Wochen alt, noch wie ein zartes, kleines Vögelchen, das sich erst in der Welt zurecht finden musste. Mein Mann war nach 2 Wochen wieder arbeiten gegangen, so dass wir den neuen Alltag zu Dritt gerade erprobten.
Im Gegensatz zu ihrer Schwester wog Marlene bei ihrer Geburt weit unter 4 kg und war tatsächlich 5 cm kleiner als Helena. Auch optisch ist Marlene ein ganz anderer Typ: dunkle Augen und ein feiner Flaum dunkelbrauner Haare - ich glaube, die Maus kommt mehr nach ihrer Mama.

Während unsere erste Tochter in ihren ersten Lebensmonaten unheimlich viel weinte und uns an den Rand unserer Kräfte brachte, ist Marlene tatsächlich ein "Bilderbuchbaby". Sie weint selten, eigentlich nur wenn sie Hunger hat oder mit Mama kuscheln möchte, stillt in der Nacht 2 oder 3 mal und schläft danach sofort wieder ein. Wirklich erstaunlich. Wir sind sehr dankbar.
Nun genießen wir in vollen Zügen unser neues Familienleben zu Viert, finden uns in einen neuen Rythmus ein und freuen uns besonders auf die besinnliche, heimelige Vorweihnachtszeit. Was gibt es Schöneres, als dieser mit dem Duft eines neugeborenen Babys in der Nase zu begegnen?


10.09.16

Obsttorte mit Joghurtcreme wie vom Konditor

Heute zeige ich Euch eine Torte, auf die ich wirklich richtig stolz bin. Meine Tante hat sich zu ihrem Geburtstag statt großer Geschenke ein Mitbringsel für die Kaffeetafel gewünscht, da sie selber nicht so gerne am Backofen steht. "Irgendwas mit Obst" sagte sie und da fing mein Kopf an zu rattern. Ich liebe ja die klassischen Obsttorten, die man beim Konditor kaufen kann. Knuspriger Mürbteig, darauf ein dünner Biskuit und zuletzt herrlich viel frisches Obst. Was mich immer stört, ist die dicke Schicht Tortenguss, unter der sich das Obst häufig vollständig versteckt. Sie dient natürlich auch der Haltbarmachung, aber gerade wenn man nur ein Einzelstück backt und zeitlich flexibel ist, kann man das sparsamer handhaben. So habe ich mir nach einigem Überlegen dieses Rezept ausgedacht, das noch eine Schicht Joghurtcreme enthält. die dem Kuchen eine zusätzliche frische Note verleiht. Zugegeben, es war doch eine ganz schöne Tüftelei mit dem Rezept und hat mich einige Nerven gekostet, aber das Ergebnis war traumhaft. 


Obsttorte mit Joghurtcreme


Zutaten (für eine Form mit 26 cm Durchmesser)
Für den Mürbteig:
60 g Butter
30 g Puderzucker, gesiebt
1 Päckchen Vanillezucker
1 Eigelb
100 g Mehl (oder mehr nach Bedarf)
100 g Zartbitterschokolade

Für den Biskuit:
3 Eier
3 Eßlöffel heißes Wasser
80 g Zucker
1 Prise Salz
120 g Mehl
1 TL Backpulver

Für die Joghurtcreme:
500 g Joghurt
250 g Frischkäse (Philadelphia)
100 g Zucker
2 Päckchen Gelatine fix

Für die Dekoration:
mindestens 500 g Früchte (z. Bsp. Sternfrucht, Erdbeeren, Johannisbeeren, Banane, Trauben, Blaubeeren, Physalis)
150 g Mandelblättchen
50 g Zucker
1 Päckchen hellen Tortenguß (nach Bedarf)

Zubereitung

Für den Mürbteig die Butter mit dem gesiebten Puderzucker, dem Vanillezucker und dem Eigelb verkneten, zuletzt das Mehl dazu geben. Es sollte ein feiner, gleichmäßiger Teig entstehen, der nicht all zu sehr klebt, sonst noch etwas Mehl beimengen. Den Teig für 30 Minuten kühl stellen. Eine Springform mit Backpapier auslegen, den Teig darin rund ausrollen und bei 180 Grad (Umluft) etwa 10 Minuten backen, dass er schön knusprig wird. Auskühlen lassen. Nun kann der Biskuit gebacken werden. Normalerweise halte ich mich beim Biskuit an ein Rezept, das mit getrennten Eiern zubereitet wird (wie zum Beispiel bei meiner Prinzregententorte), diesmal allerding habe ich nach dieser Anleitung gebacken, weil bei der Verwendung von ganzen Eiern der Biskuit insgesamt etwas lockerer wird. Da ich für meine Obsttorte nur eine dünne Schicht Biskuit verwendet habe, war das kein Problem, bei hohen Torten empfehle ich immer, den Biskuit etwas kompakter zu backen, damit er standfest genug ist. Für die Obsttorte also die Eier mit dem Wasser auf höchster Stufe mit der Küchenmaschine (ich backe immer mit meiner geliebten Kitchen Aid*) mindestens 10 Minuten schaumig rühren, dabei langsam Zucker und Salz einrieseln lassen. Je länger man die Masse schlägt, desto fluffiger wird am Ende der Biskuit. Mehl und Backpulver mischen, auf die Eimasse sieben und vorsichtig unterheben. Ich achte darauf, dass beim Unterrühren nicht wieder alle Luft aus der Masse heraus geschlagen wird. Den Teig nun in eine mit Backpapier ausgelegte Springform gießen und bei 190 Grad (Ober- und Unterhitze) 20 bis 25 Minuten backen, bis er goldgelb ist.
Wenn auch der Biskuit ausgekühlt ist, kann die Torte zusammen gesetzt werden. Dafür den Mürbteigboden in die Springform legen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen, auf dem Boden verteilen und den Biskuit darauf setzen (die liebe Anna hatte mir den Tipp gegeben, die Böden mit etwas Marmelade aufeinander zu befestigen - das schmeckt sicher auch sehr gut). Die Zutaten für die Joghurtcreme kräftig verrühren, zuletzt das Gelatine fix einrieseln lassen und noch 1 Minute schlagen, dann die Creme auf dem Biskuit verteilen (5 Eßlöffel zurück behalten für die Dekoration). Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne mit dem Zucker leicht karamellisieren und abkühlen lassen. Den Rand der Torte mit der restlichen Creme einstreichen und die Mandeln leicht darauf drücken.
Nun das Obst nach Herzenlust auf der Torte dekorieren und mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Wer mag, kann Erdbeeren, Johannisbeeren und Co mit etwas Tortenguß überziehen, so hält alles etwas länger frisch und das aufgeschnittene Obst trocknet nicht aus. Im besten Fall wird die Kaffeetafel noch am selben Tag gedeckt, dann schmeckt die Torte am leckersten.
Auch wenn die Torte etwas aufwändiger war in der Herstellung, hat es sich in jedem Fall gelohnt. Meine Tante war happy, alle anderen Geburtstagsgäste auch und geschmacklich stand die Torte der, die man beim Konditor kaufen kann, in nichts nach. Was sagt Ihr, gefällt sie Euch? Mit diesem Rezept verabschiede ich mich im übrigen in eine Babypause. Der Geburtsttermin unserer zweite Tochter ist am kommenden Montag und ich freue mich sehr, wenn die kleine Motte endlich da ist. Statt Kuchen und Co widme ich mich dann einem neuen kleinen Wunder, schlaflosen Nächten und unserem wachsenden Familienglück. Drückt mir die Daumen, dass alles gut geht. Macht es Euch fein, auf bald.



*Amazon Affiliate-Link: Wenn Ihr über diesen Link etwas bestellt, erhalte ich eine kleine Provision - der Preis bleibt für Euch gleich!


09.09.16

Johannisbeertarte mit Baiserhaube

Solange es noch so viele herrliche Beeren gibt, wird die Saison bei uns ausgiebig ausgekostet. Manchmal stehe ich in unserem Bauernladen, packe einfach ein, was mich gerade anlacht und daheim stehe ich dann vor den Schüsseln voll Obst und muss mir überlegen, wie ich sie verarbeite. Eine gute Wahl ist immer eine Tarte. Die schmeckt knusprig-lecker, man kann beinahe jedes Obst hinein geben und schnell gemacht ist sie auch noch. 


Johannisbeertarte mit Baiserhaube


Zutaten (für eine Form mit etwa 24 cm Durchmesser)
200 g Mehl
1 Bio-Zitrone
1 Prise Salz
120 g Butter
1 Ei
165 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eiweiß
250 g Johannisbeeren

Zubereitung


Für den Mürbteig das Mehl, Salz, Butter, Ei und 65 g Zucker sowie den Vanillezucker in eine Rührschüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Diesen in Frischhaltefolie einschlagen und für 30 Minuten in den Kühlschrank geben. In der Zwischenzeit die Johannisbeeren waschen und verlesen. Den Mürbteig aus dem Kühlschrank holen, 2/3 davon rund ausrollen und in eine gefettet Tarteform legen. Aus dem restlichen Teig eine Rolle formen, diese an den Rand der Form legen und flach drücken (ich habe den Teig auf zwei kleinere Tarteformen verteilt, wundert Euch nicht über die Bilder.) Nun die Beeren auf dem Boden verteilen.  Das Eiweiß in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät steif schlagen, dabei den restlichen Zucker einrieseln lassen. Die Baisermasse auf die Tarte geben und diese bei 180 Grad (Umluft) im Backofen etwa 30 bis 40 Minuten backen. Sollte das Baiser zwischenzeitlich zu dunkel werden, deckt man es einfach mit einem Stück Alufolie ab.
Wer Lust auf mehr Tarte-Rezepte hat, der kann einen Blick werfen auf meine Aprikosen-Marzipan-Tarte, Kirsch-Tarte oder auch meine Beeren-Tarte mit Vanilleschmand. Habt Ihr ein liebstes Tarte-Rezept?


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...